IPCC Bericht 2022

Wie stark wirkt sich die Erderwärmung auf die Menschen, Tiere und Pflanzen aus und wie kann die Anpassung an diese erfolgen? 

Auf 3600 Seiten wird deutlich gemacht, dass wir vor einem historischen Ereignis stehen, welches unser Fortleben auf diesem Planeten für immer verändern wird. 

Der Bericht des Weltklimarates, der 2. Arbeitsgruppe teilt sich in 3 Bereiche auf: 

-Auswirkungen des Klimawandels 

-Vulnerabilität  

-Anpassungen an den Klimawandel 

Aussage des Berichts:  

Sofern man eine sichere und nachhaltige Zukunft haben möchte, muss der Klimawandel sofort, so stark wie möglich, eingeschränkt werden, denn das Zeitfenster dafür schließt sich. 

Damit ist das 1,5 Grad Celsius Ziel gemeint. Momentan befinden wir uns bei 1,2 Grad Celsius Erderwärmung und die Folgen dessen sind deutlich schwerer als erwartet. Extreme Hitzewellen, insbesondere in Asien. Ein großer Teil der Biodiversität geht verloren, Überflutungen und Lebensmittelknappheiten treten immer häufiger auf. 

Vulnerabilität 

Die Betroffenheit durch den Klimawandel hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Klar ist, dass die Vulnerabilität ungleich verteilt ist und ca. 3 Millionen Menschen in Europa besonders stark von der Erderwärmung bedroht sind. 

Auswirkungen des Klimawandels 

Tropen- und Küstenregionen sind die Regionen, die am stärksten von der Erderwärmung betroffen sind. Aber auch Städte weltweit sind Hitzespots. Viele Menschen sind bereits von Hitzestress betroffen und diese Zahl steigt mit der Erderwärmung gleichermaßen an. Genau wie die Menschen leiden auch Tiere und Pflanzen unter diesen hohen Temperaturen, einige können sich nicht an die neuen Gegebenheiten anpassen. Somit sind 14 % aller Arten vom Aussterben bedroht und das bei einer Erderwärmung von gerade einmal 1,5 Grad Celsius. 

Wasser 

Sobald die Erderwärmung 2 Grad Celsius erreicht, wird Wasserknappheit zu einem großen Problem, durch höhere Temperaturen wird das Klima trockener, was in Südeuropa zu einer Knappheit bei einem Drittel aller Menschen führen würde. 

Landwirtschaft 

Desto höher die Temperaturen, desto höher sind die Wasserverbräuche für die Landwirtschaft. Um die gleiche Ernte einzufahren, muss deutlich mehr gewässert werden, was wiederum die Kosten für alle Beteiligten erhöht. Allerdings steigen nicht nur die Kosten, auch die Anforderungen an Logistik und Lagerung sind betroffen. 

Naturkatastrophen 

Es ist zu erwarten, dass Überschwemmungen wie 2021 im Ahrtal nicht mehr als Jahrhundertkatastrophen zu bezeichnen, sondern mit deutlich zunehmender Häufigkeit zu rechnen ist. Insgesamt könnte sich die Anzahl der Naturkatastrophen bis 2100 verzehnfachen, so der IPCC-Bericht. 

Anpassungen an den Klimawandel 

Die wichtigste Anpassung, um die Klimaziele einzuhalten, wäre es, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Allerdings gibt es Hindernisse, welche dieses Vorgehen verzögern: Mangel an Geld, Mangel an Engagement und Mangel an politischer Führung. 

Das Zeitfenster für eine sichere Zukunft schließt sich, der Meeresspiegel steigt weiter dramatisch an und Gletscher werden schmelzen. In welchem Umfang dies jedoch geschieht, liegt allein an uns.  

Wir müssen uns dafür einsetzen, dass Unternehmen ihre Treibhausgasemission einschränken und jene fördern, welche dies bereits tun. Denn neben der Umstrukturierung unseres persönlichen Konsumverhaltens können wir auch mit unserer Geldanlage dafür sorgen, dass das 1,5 Grad Ziel eingehalten werden kann. 

 

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